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"Wer `entweder - oder´ sagt,
hat mindestens 3 Aspekte vergessen."
Matthias Varga von Kibéd
während eines Seminars in Piran
Die Tetralemmaaufstellung (Abkürzung: TLA) ist eine Art der Systemischen Strukturaufstellungen.
Das Eine |
Ort | + RN |
|
Das Andere |
Ort | + RN |
|
Beides |
Ort | / |
|
Keins von beiden |
Ort | / |
|
| Fokus | RieS | + RN | |
Das alles nicht - und selbst das nicht! |
F. E. | / |
Verschiedene Formen der Tetralemmaaufstellung:
Und bringe ihn ("Das Eine") an einen Platz am Rande des Raums mit Blick in den Innenraum.
Und nun stell den zweiten Repräsentanten ("Das Andere") gegenüber dem ersten Repräsentanten mit Blick auf ihn.
Und jetzt stell den dritten Repräsentanten ("Beides") so auf der einen oder andren Seite auf, dass er beide gut sehen kann.
Irgendwo gegenüber von "Beides" brign den vierten Repräsentanten ("Keins von beiden") hin.
"Das Tetralemma (Sanskrit: catuskoti; "vier Ecken" im Sinne von vier Positionen oder Standpunkten) ist eineStruktru aus der traditionellen indischen Logik zur Kategorisierung von Haltungen und Standpunkten. Sie wurde im Rechtswesen verwendet zur Kategorisierung der möglichen Standpunkte, die ein Richter zu einem Streitfall zwischen 2 Parteien einnehmen kann. Er kann der einen Partei recht geben oder der anderen Partei oder beiden (jeder hat recht) oder keiner von beiden.
Diese vier Positionen wurden von den buddhistischen Logikern, ausgehend vom Madhyamika-Buddhismus des Nagurjana, um die Negation des Tetrelemmas (die sogenante vierfache Negation) erweitert."
(Varga von Kibéd, M. u. I. Sparrer (2005): Tetralemmaarbeit und andere Grundformenen Systemischer Strukturaufstellungen - für Querdenker und solche die es werden wollen. Heidelberg (Carl-Auer), 5. überarbeitete Auflage, Seite 77)
Das Tetralemma kann man als 4-fache Kontexterweiterung sehen. Während "Das Eine" noch eine Fixierung darstellt, ist bereits "Das Andere" eine 1. Kontexterweiterung.
"Beides", "Keins von beiden" und "All dies nicht - und selbst das nicht!" sind die weiteren Kontexterweiterungen.
Näheres zu den einzelnen Elementen:
Die Tetralemmaaufstellung hat eine kanonische Struktur.
Das Haugtaugenmerk liegt bei der TLA auf der Prozessarbeit.
"Bei der Tetralemmaaufstellung geht es darum, den nächsten Schritt in einem Entwicklungsprozess zu finden. (...) Auch wenn wir es mit Schritten in einem Entwicklungsprozess zu tun haben, so gibt es nicht eine beste Position, sondern nur nächste Schritte, die für den jeweiligen Kontext die günstigsten sind.
(Sparrer, I. (2004): Wunder, Lösung und System. Heidelberg (Carl-Auer), 3. Auflage, Seite 148)
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